Mantrailing

Eine besonders anspruchsvolle Form der Nasenarbeit ist das Mantrailing. Hier darf der Hund auch mal an der Leine ziehen (am Geschirr). Mantrailing stammt aus der Rettungshundearbeit. Der Hund soll dabei anhand einer Geruchsprobe eines Menschen "die vermisste Person" finden - ausschließlich mit seinem hochentwickelten Geruchssinn. Diese Beschäftigung ist für Hunde aller Rassen und fast jeden Alters geeignet (Welpen und noch sehr junge Hunde sollten noch nicht teilnehmen). Es sind keine Voraussetzungen nötig. Allerdings ist etwas Ausstattung erforderlich: Hundegeschirr, Schleppleine, Wasser für den Hund für unterwegs, Geruchsartikel in einer Tüte für ein anderes Suchteam, Weste, Halstuch oder ähnliches für den Hund, evtl. Handschuhe für den Menschen. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Die Gruppen sind auf maximal 4 Teilnehmer beschränkt, um zu lange Wartezeiten zu vermeiden.

 

Der Mantrailing-Kurs soll Hund und Halter Spaß machen. Er ist als artgerechte Freizeitgestaltung angelegt. Wer in die Rettungshundearbeit mit seinem Hund gehen will, kann hier nur ausprobieren, ob sein Hund überhaupt Spaß an der Sucharbeit hat. Dann sollte er sich jedoch an die Profis wenden, da dort der Aufbau noch sorgfältiger durchgeführt wird. 

 

Beim Start sieht Lara noch aus, als würde sie Gassi gehen, doch dann geht es in die Geruchsschneise. Hier muss die versteckte Person irgendwo sein! Auf dem dritten Bild sieht man sehr genau, wie Lara richtig "dicken Geruch" in die Nase bekommt - sie zieht besonders stark voran. Hier muss die versteckte Person doch irgendwo sein, scheint sie auf Bild Nr. 4 zu sagen. Sie riecht ihre Zielperson und versucht, diese mit den Augen auszumachen, nur ist weit und breit niemand zu sehen. - Es gab übrigens am Ende der Straße kurz darauf ein Happy End und Lara hat ihre Zielperson gefunden. ;)

Snickers weiß genau, wo es lang geht. Selbst an den Abbiegungen haben wir dieses Mal nicht geholfen. Es war einfach toll und spannend zu sehen und zu fühlen (über die Leine), wie Snickers trailt.

Das waren anstrengende Trails für die ängstliche Guili in der großen Stadt - Sie musste dem Geruch an einer großen Kreuzung folgen und die Straße überqueren. Beim nächsten Trail ging es direkt neben einer Tram-Haltestelle vorbei. Als dann beim letzten kurzen Trail jedoch eine Tram sehr dicht vorbeifuhr, war es dann für einen kurzen Moment vorbei mit der Suche und Guilis Fassung. Dennoch ließ sie sich gleich danach wieder auf die Geruchsspur ein und fand ihre versteckte Person. - Es ist schön, Guilis Entwicklung innerhalb weniger Einheiten beim Mantrailing zu sehen. 

Vor dem Start wartet Sammy sehr geduldig. Dann geht es los. Und Sammy findet die versteckte Person inzwischen auch schon sehr sicher. Prima gemacht, Sammy!

Ich selbst als Schüler im Mantrailing bei meiner Trainerkollegin. Dank des sauberen Aufbaus hat Wally nach einigen Übungseinheiten über mehrere Wochen verteilt die Aufgabe verstanden und trailt so gut wie ein sehender Hund. Es begann als Versuch und jetzt sind wir beide begeistert von dieser Beschäftigungsvariante des Schnüffelns und wollen es nicht mehr missen.

Das Start-Ritual ist immer gleich: Erst soll der Hund sitzen, dann kurz an der Geruchsprobe der zu suchenden Person schnüffeln. Danach geht es auf Frauchens Start-Signal los - immer der Nase nach. 

Über ca. 1 km weit hat Spürnase Neelix meine Spur verfolgt, über Stock und Stein,

einige Abbiegungen und zum Schluss noch ein kurzes Stück Asphaltweg.

Die 3. Stunde beim Mantrailing für Hündin Elli und Frauchen. Elli sucht konzentriert, aber sehr sicher die Person.